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| Bockshornkleepflanzen |
Kleinere Mengen von Bockshornklee sollten in gutem Currypulver (siehe Curryblätter) enthalten sein. Bockshornklee ist auch in Südindien sehr beliebt und kommt in der allgegenwärtigen tamilischen Gewürzmischung sambaar podi (siehe Kreuzkümmel) vor. Letztlich sind die bitter-aromatischen Samen auch noch ein wesentlicher Bestandteil der bengalischen „Fünfgewürzemischung“ panch phoron (siehe Nigella).
Bockshornkleeblätter sind ein bedeutendes Gewürz von Westasien bis Nordindien; so enthält die bekannte Gewürzmischung khmeli-suneli aus Georgien getrocknete Bockshornkleeblätter (siehe Majoran). In Nordindien findet man sie gelegentlich in dem typischen Hefebrot naan, das dann methi naan [मेथी नान] heißt, während man vor allem in Südindien Kartoffelcurries mit Bockshornkleeblättern würzt.
Der Iran hat eine besonders reiche Tradition in der Verwendung von Bockshornkleeblättern; zu den bekanntesten Beispielen gehört ghorme sabzi [قرمه سبزی], eine dicke Sauce aus frischem oder getrockneten Gemüse (Porree, Zwiebel, manchmal auch Bohnen) und Kräutern (Bockshornklee, Petersilie, Minze); manche Rezepte schreiben auch Schnittlauch oder Korianderblätter vor. Ihren typisch sauren Geschmack bekommt die Sauce von getrockneten Limetten. Khoreshte ghorme sabzi [خورشت قرمه سبزی] ist Lammfleisch, das langsam in dieser aromatischen Kräutersauce geschmort wird.
Die Verwendung von Bockshornklee ist auch in Weißafrika bekannt; ägyptische Papyri erwähnen ihn sogar als eine für die Mumifizierung benötigte Pflanze. Die äthiopische Gewürzmischung berbere enthält kleine Mengen Bockshornkleesamen (siehe langer Pfeffer).
Die weitverbreitete Beliebtheit dieses bitteren Gewürzes mag
überraschen; doch obwohl Bitterkeit in den meisten Menschen unangenehme
Assoziationen weckt, sind bittere Geschmacksnoten in der Küche weltweit
verbreitet. Von den auf diesen Seiten behandelten Pflanzen haben einige
einen mehr oder minder ausgeprägt bitteren Charakter. Siehe
Zitwer für eine ausführlichere
Diskussion.


