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    [ Pflanzenteil | Familie | Aroma | Inhaltsstoffe | Herkunft | Etymologie | Diskussion | Bottom ]

    Salbei (Salvia officinalis L.)

    Synonyme

    Salvia officinalis: Salbeipflanze
    Salbeipflanze mit Blüten

    www.csdl.tamu.edu

    Salvia officinalis: Blühender Gartensalbei
    Blühender Gartensalbei
    pharmFolia Salviae
    AlbanischSherbelë mjekësore, Bedurncë, Sfarkë, Sherbela
    Arabischمرمية, مريميه, ميراميه
    مَرَمِيَة
    Marameeah, Maramiah, Maryamiya, Marimih, Miraamih
    ArmenischԵղեսպակ
    Yeghesbag, Eghespak, Elespak
    AzeriAdaçayı, Sürvə
    Адачајы, Сүрвә
    BaskischSalbia, Sobe
    BengaliBhui-tulsi
    BulgarischЧай градински, Салвия
    Chaj gradinski, Salviya
    Chinesisch
    (Kantonesisch)
    鼠尾草 [lóuh méih chóu]
    Louh meih chou
    Chinesisch
    (Mandarin)
    鼠尾草 [shǔ wěi cǎo]
    Shu wei cao
    DänischSalvie
    EnglischSage
    EsperantoSalvio
    EstnischSalvei, Aedsalvei
    Farsiمریم گلی
    Mariam goli
    FinnischRohtosalvia, Salvia
    FranzösischSauge, Thé de la Grèce
    GälischAthair liath, Slan lus
    GalizischSarxa
    Georgischსალბი
    Salbi
    GriechischΑλισφακιά, Φασκόμηλο
    Alisfakia, Faskomilo
    Hebräischמרווה
    Marva
    IsländischSalvía
    ItalienischSalvia
    Japanischサルビア, セージ
    Sarubia, Sezi
    KasachischСәлбен, Жалбыз
    Sälben, Jalbız
    KatalanischSàlvia, Sàlvia bona, Sàlvia d'Aragó
    Koreanisch깨꽃, 사루비아, 세이지, 셀비어
    Kkae-ggocch, Sarubia, Seiji, Selbieo
    KroatischŽalfija, Ljekovita kadulja
    LettischĀrstniecības salvijas
    LitauischVaistinis šalavijas
    MaltesischSalvja
    MarathiKammarkas
    NiederländischSalie, Tuinsalie, Selft, Franse thee, Selve
    NorwegischSalvie, Tesalvie
    PolnischSzałwia lekarska
    PortugiesischChá-da-Europa, Salva-mansa
    ProvençalischSàuvi, Saouvi
    Punjabiਸਾਥੀ
    Sathi
    RumänischSalvie
    RussischШалфей
    Shalfej
    SchwedischSalvia, Kryddsalvia
    SlovenischŽajbelj, Kadulja
    SlowakischŠalvia lekárska, Šalvia
    SpanischSalvia
    TschechischŠalvěj, Šalvěj lékařská
    TürkischAdaçayı, Bahçe adaçayı, Dişotu
    UkrainischШавлія лікарська
    Shavliya likarska
    UngarischOrvosi zsálya, Zsálya

    Salvia officinalis: Salbeipflanzen
    Salbeipflanzen in Blüte
    Salvia officinalis: Blüte des Gartensalbei
    Salbeiblüte

    Salvia officinalis: Salbeipflanzen
    Sterile Salbeipflanzen mit verschieden gemusterten Blättern

    Salvia officinalis: Blätter des Gartensalbei
    Salbeiblätter. Links die gewöhnliche Gartenform, rechts eine zweifarbige mit gleichem Geschmack.
    Salvia triloba: Dreilappiger Salbei (Blatt)
    Griechischer Salbei (S. triloba), Blatt

    Verwendeter Pflanzenteil

    Blätter.

    Pflanzenfamilie

    Lamiaceae (Lippenblütengewächse).

    Geruch und Geschmack

    Charakteristisch aromatisch und leicht bitter. Siehe weiter unten über fruchtartig riechende Salvien aus Mittelamerika.

    Inhaltsstoffe

    Das ätherische Öl (1 bis 2.5%) ist in verschiedenen Salbeiarten ziemlich verschieden zusammengesetzt. „Dalmatinischer Salbei“ (S. officinalis ssp. minor) enthält vor allem Thujon (35 bis 60%), 1,8-Cineol (15%), Kampfer (18%), Borneol (16%), Bornylester, α-Pinen und Salven.

    Dem „Spanischen Salbei“ (ssp. lavandulifolia) dagegen fehlt das Thujon, er enthält vor allem Cineol (29%) und Kampfer (34%); diese Unterart gilt als minderwertig. Dieser Art fehlt der Bitterstoff Carnosol in den Blättern (siehe Ysop).
    Salvia leucantha: Mexikanischer Buschsalbei
    Samt-Salbei oder mexicanischer Salbei, Salvia leucantha
    Salvia dorisiana: Blüten von Fruchtsalbei
    Blütenstand des Fruchtsalbeis, Salvia dorisiana

    Griechischer Salbei (S. triloba) schließlich hat einen stärkeren Geruch, wird aber nicht als Handelsware akzeptiert (außer in Griechenland, selbstverständlich). Diese Art weist einen interessanten, untypischen, etwas parfumierten Geruch auf. Ihr ätherisches Öl wird von Cineol dominiert (64%) und enthält nur geringe Mengen an Thujon (5%) und Kampfer (8%) und fast kein Borneol.
    Diese Art läßt sich auch durch ihren Gehalt am Flavon Salvigenin erkennen, durch den man Verfälschungen von S. officinalis mit S. triloba analytisch nachweist.

    Über die Giftigkeit des Thujons (das weiters auch in Eberraute auftritt) siehe bei Beifuß. Über die familientypischen Bitterstoffe des Salbeis siehe Ysop und über bittere Gewürze allgemein siehe Zitwer.

    Herkunft

    Die als Gewürz verwendeten Arten der Gattung Salvia stammen alle aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien. Seit dem Mittelalter wird Salbei auch in Mitteleuropa angebaut (siehe dazu Liebstöckel).

    Die Gattung hat jedoch auch Vertreter in Mittelamerika, die häufig durch einen milden, fruchtigen Duft auffallen, z.B. Ananassalbei (Salvia rutilans), Pfirsichsalbei (Salvia greggii), Fruchtsalbei (Salvia dorisiana) und weitere. Einige dieser Salbeiarten kommen in Europa als Teepflanzen in Mode, andere werden wegen ihrer großen Blüten als Zierpflanzen verwendet.
    Salvia rutilans: Ananas-Salbei
    Ananas-Salbei, S. rutilans

    Ebenfalls aus Mittelamerika stammt der halluzinogene Heilige Salbei (Salvia divinorum, Aztekensalbei); er wurde von den mittelamerikanischen Indianern bereits vor der Ankunft der Spanier zu religiösen Zeremonien verwendet. Als psychoaktive Inhaltsstoffe wurden artspezifische diterpenoide Lactone (Salvinorin A, Divinorin C) identifiziert. S. divinorum ist die einzige halluzinogene Spezies in der ganzen Familie Lamiaceae.

    Etymologie

    Die Namen von Salbei in den meisten europäischen Sprachen gehen auf den lateinischen Namen der Pflanze, salvia, zurück. Dieser ist wahrscheinlich eine Ableitung zu salvere „retten, bewahren“, was sich auf den medizinischen Wert der Pflanze beziehen dürfte.

    Einige Beispiele von Namen, die sich von lateinisch salvia ableiten, sind neben dem deutschen Salbei noch englisch sage, niederländisch salie, französisch sauge, litauisch šalavijas, polnisch szałwia, kroatisch žalfija, russisch shalfej [шалфей], Ukrainisch shavliya [шавлія] und georgisch salbi [სალბი].

    Einige Sprachen haben auch Namen, die sich auf die Beliebtheit des Salbeis für Kräutertee beziehen: Niederländisch franse thee „französischer Tee“, französisch thé de la Grèce „Tee von Griechenland“ und bulgarisch chaj gradinski [чай градински] „Gartentee“. Siehe auch Jesuitentee über „Tee“, „чай“ und verwandte Formen.

    Ausgewählte Links

    A Pinch of Sage (www.apinchof.com) San Marcos Growers: Sage Nature One Health: Common Sage Transport Information Service: Sage Saskatchewan Herb and Spice Association: Sage Floridata.com: Pineapple Sage (Salvia elegans) Floridata.com: Autumn Sage (Salvia greggi) Crop and Food Research: Sage (crop.cri.nz) Alles over Salie (natuurlijkerwijs.com) Herbs by Linda Gilbert: Sage Desirable Herb and Spice Varieties: Sage Salvia divinorum Research and Information center Salvia Collectie (Roger Bastin) Recipe: Veal Scaloppini with Prosciutto and Sage (Saltimbocca alla Romana) (about.com) Recipe: Veal and Ham Rolls (Saltimbocca alla Romana) (italianmade.com)


    Salvia discolor: Peru-Salbei, schwarze Blüte
    Peruanischer Salbei, S. discolor
    Salvia triloba: Dreilappiger Salbei Blüte
    Blüte des Griechischen Salbeis (S. triloba)
    Salvia janthina: Enzian-Salbei, blaue Blüte
    Enziansalbei, S. janthina
    Salvia darcyi: Guavensalbei
    Blühender Guaven-Salbei, S. darcyi
    Salvia darcyi: Guavensalbei Einzelblüte
    Guavensalbei-Blüte
    Obwohl Salbei schon in der Antike verwendet wurde, ist seine Bedeutung heute recht gering; die Verwendung konzentriert sich auf die Mittelmeerländer. Man findet mit Salbei gewürzte Speisen von Spanien bis Griechenland, doch vor allem in Italien; in seinem Verbreitungsschwerpunkt erinnert Salbei damit an den etwas ähnlich schmeckenden Rosmarin.

    Italiener verwenden Salbei vor allem zu Fleisch; besonders das wenig geschmackintensive Kalbfleisch kann von diesem intensiven Würzkraut profitieren. Ein berühmtes auf Salbei beruhendes Gericht ist Saltimbocca alla Romana: Kalbschnitzel, die zusammen mit würzigem Rohschinken (prosciutto crudo) und frischem Salbei gebraten und mit marsala, einem sizilianischen aufgespriteten Weißwein, abgelöscht. Man findet aber auch Rezepte, die andere weiße oder auch rote Weine verwenden.

    In brauner Butter gebratene Salbeiblätter eignen sich auch als schnellgemachte, aber nicht gerade kalorienarme „Sauce“ zu italienischen Nudeln (pasta), besonders zu gnocchi.

    Salbei ist ein sehr kräftiges Gewürz und neigt zur Dominanz; sein leicht bitterer Geschmack wird von vielen nicht geschätzt. Häufig kombiniert man ihn mit Knoblauch oder schwarzem Pfeffer, besonders für gegrilltes oder gebratenes Fleisch; wegen seines starken Geschmackes hat es wenig Sinn, Salbei zusammen mit zartaromatischen Kräutern zu verwenden.

    Die mittelamerikanischen Salbeiarten riechen, anders als ihre altweltlichen Verwandten, süß und fruchtartig. Sie können keinesfalls als Ersatz für mediterranen Salbei herhalten, haben aber vielleicht eigenständigen kulinarischen Nutzen. Außer zum Aromatisieren von Aufgußgetränken sind mir allerdings keine kulinarischen Verwendungen für diese interessant riechenden Kräuter bekannt. Sie werden häufig wegen ihrer schönen Blüten als Zierpflanzen angebaut.

    Salvia greggii: Pfirsichsalbei rot
    Pfirsichsalbei, S. greggii
    Salvia greggii: Pfirsichsalbei gelb
    Pfirsichsalbei, gelbblühend
    Salvia elegans cf. Tangerin: Mandarinen-Salbei
    Mandarinensalbei, S. elegans „Tanjarin“
    Salvia rutilans: Honigmelonen-Salbei
    Honigmelonensalbei, S. rutilans
    Salvia elegans: Zitronen-Salbei
    Zitronensalbei, ein Zuchtform von S. elegans
    Salvia patens: Blauer Salbei 'Blue Angel'
    Blaue Blüten von S. patens (Blue Angel)



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    Zuletzt modifiziert am 15 Sep 2002
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