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    Rose (Rosa damascena Miller)

    Synonyme

    Rosa damascena: Damaszenerrose (Blüte)
    Damaszener Rose (unbekannte Sorte)

    www.botanikus.de

    Rosa damascena: Damaszenerrose Gloire de Guilan
    Damaszener Rose Gloire de Guilan
    Rosa gallica: Gallicarose President de Seze
    Gallica-Rose Président de Sèze
    Rosa damascena: Damaszener Rose
    Damaszenerrose (unbekannte Sorte)
    Rosa damascena: Damaszenerrose York and Lancaster
    Damaszener Rose York and Lancaster mit zweifarbiger Blüte
    pharmFlores Rosae
    AlbanischTrëndafil qeni (Rosa canina)
    Amharischፅጌሬዳ
    Tsigereda
    Arabischورد, ورد الاحم
    وَرْدَة
    Warda, Ward alaham
    ArmenischՎարդ
    Vart, Vard
    AzeriQızılgül
    Гызылҝүл
    BaskischArrosa
    BengaliGolap
    BulgarischРоза
    Roza
    BurmesischNhin su bin, Hninsi
    Chinesisch
    (Kantonesisch)
    大馬士革玫瑰 [daaih máh sih gaak mùih gwai], 月季花 [yuht gwai fāa]
    Daaih mah sih gaak muih gwai; Yuht gwai faa (Rosa chinensis)
    Chinesisch
    (Mandarin)
    大馬士革玫瑰 [dà mǎ shì gé méi guī], 月季花 [yuè jì huā]
    Damashi ge mei gui; Yue ji hua (Rosa chinensis)
    DänischRose
    Dhivehiފިނިފެންމާ
    Finifenma
    Englisch(Bussora) Rose, Damask rose
    EsperantoRozo
    EstnischRoos, Kibuvits, Damaskuse roos
    Farsiگلسرخ, گل محمدی, گل ورد
    Gol Mohammadi, Golesorkh, Gol Ward
    FinnischRuusu
    FranzösischRose de Damas
    Georgischვარდი
    Vardi
    GriechischΤριαντάφυλλο δαμασκηνάτο
    Triantafillo damaskinato, Triantafyllo damaskinato
    Hebräischורד
    Vered
    HindiGulab, Sudburg
    IndonesischMawar
    IsländischRós
    ItalienischRosa
    Japanisch浜梨
    ダマスクローズ, ハマナス
    Damasuku-rozu; Hamanasu (Rosa rugosa)
    JiddischRoyz
    Kannadaಗುಲಾಬಿ, ರೋಜಾ, ಪನ್ನೀರು
    Gulabi, Roja, Tarana; Panniru (Rosenwasser)
    KasachischӘтіргүл
    Ätirgül
    KatalanischRoser
    Koreanisch다마스크 로즈, 장미, 로즈
    Tamasuku roju, Damaseukeu rojeu, Jangmi, Changmi, Roju
    KroatischŠipurak, Ulje ruže; Divlja ruža (Rosa canina)
    LettischRozes
    LitauischRožės, Damaskinė rožė; Paprastasis erškėtis (Rosa canina)
    MalayalamPenimirpushpam
    MaltesischWard
    Marathiगुलाब
    Gulab
    Nepaliगुलफ
    Gulaf
    NiederländischRoos
    NorwegischRose
    Oriya(Bosora) golabo
    PolnischBulgarska róża, Damasceńska róża, Róża otto, Turecka róża
    PortugiesischRosa-chá, Rosa-pálida
    Punjabiਗੁਲਾਬ
    Gulab, Gulisurkh
    RumänischTrandafir, Trandafir bulgăresc, Măcieș damascenMăcieş damascen; Trandafir de dulceațăTrandafir de dulceaţă (Rosa centifolia)
    RussischРоза дамасская
    Roza damasskaya
    SanskritShatadalaa, Shatapattra, Vrittapushpa
    SchwedischRos, Damascenerros
    SlovenischDamaščanska vrtnica; Stolistna vrtnica (Rosa centifolia)
    SlowakischRuža šípová (Rosa canina)
    SpanischRosa
    SrananRowsu
    SwahiliWaridi
    Tamilகுலாபு, ரோஜ
    Gulabu, Roja
    Teluguరోజాపువ్వు, రోజా, సీమవన్నీరుపువ్వు
    Gulabi, Rojapuvvu, Roja, Simannirupuvvu
    Thaiกุหลาบมอญ
    Kulaap-on
    TschechischRůže, Pravá růže bulharská, Růže damascénská,
    TürkischYağı gülü; Şam gülü; İt burnu, Yabanî gül, Kuşburnu, Şillan, Gülburnu, Gülelmasıl (Rosa canina)
    UngarischDamaszkuszi rózsa, Rózsa, Hónaposrózsa
    UrduGulab
    VietnamesischHvong, Quế hoa
    Hvong, Que hoa

    Rosa damascena: Damaszenerrose Celsiana
    Damaszener Rose Celsiana
    Rosa damascena: Damaszenerrose Quatre Saisons Continue
    Damaszener Rose Quatre Saisons Continue
    Rosa damascena: Damaszenerrose Quatre Saisons Continue
    Damaszener Rose Quatre Saisons Continue
    Rosa damascena: Damaszenerrose Rose de Resht
    Damaszener Rose Rose de Resht
    Rosa damascena: Damaszener Hagebutten
    Früchte der Damaszener Rose

    Verwendeter Pflanzenteil

    Blütenblätter. Zumeist verwendet man in der Küche alkoholische Essenzen oder das bei der Destillation von Rosenöl anfallende Rosenwasser (auch als Rosenblütenwasser bezeichnet).

    Pflanzenfamilie

    Rosaceae (Rosengewächse), Unterfamilie Rosoidae.

    Geruch und Geschmack

    Blüten- bis parfumartig, süßlich und sehr angenehm.

    Inhaltsstoffe

    Die Blütenblätter enthalten weit unter ein Prozent eines ätherischen Öls. Wegen seiner Flüchtigkeit nimmt der Gehalt an Rosenöl im Lauf der Blühperiode ständig ab; Rosenblüten für die Destillation müssen daher Tag für Tag händisch gesammelt werden, und zwar im Morgengrauen bis höchstens bei Sonnenaufgang.

    Die charakterbestimmenden Komponenten des Rosenöles sind die acyclischen Monoterpenalkohole Geraniol (bis zu 75%), Citronellol (20%) und Nerol (20%); daneben wurden langkettige Kohlenwasserstoffe wie Nonadecan und Heneicosan gefunden.

    Eine sehr bedeutsame Spurenkomponente ist das β-Damascenon: Trotz der geringen Konzentration (0.01%) hat dieses C13-Norisoprenoid merklichen Einfluß auf die Qualität des Rosenöles. Es bildet sich zusammen mit den strukturell verwandten Verbindungen β-Damascon und β-Ionon aus dem Abbau von pflanzeneigenen Carotinoiden; auf ähnliche Weise entstehen auch die dominierenden Duftstoffe von Safran und Pandanusblättern.

    Wichtig für den Rosengeruch ist weiters das 2-Phenylethanol, das aber bei der Wasserdampfdestillation verlorengeht und sich dafür im Rosenwasser anreichert. Deshalb entsprechen einander Rosenöl und Rosenwasser im Geruch nicht ganz genau.

    Selbst bei günstigsten Anbaubedingungen lassen sich destillativ aus 100 kg Rosenblüten nur 10 g Öl gewinnen (0.01%); durch Redestillation des dabei anfallenden Rosenwassers läßt sich die Ausbeute allerdings verdreifachen.

    Alternativ kann man auch mit Lösungsmitteln, typischerweise Hexan, extrahieren, wobei man eine halbfeste, grünliche Masse erhält. Diese Ausbeuten liegen dabei zehnmal so hoch wie bei der Destillation; außerdem bleibt der natürliche Gehalt an 2-Phenylethanol erhalten (ca. 60% der flüchtigen Fraktion).

    Herkunft

    Viele Arten der Gattung Rosa wachsen von Europa bis Ostasien, wobei das Diversitätszentrum in Zentralasien liegt. Nach vielen Jahrhunderten der Rosenzucht sind die botanischen Verhältnisse sehr unübersichtlich.

    Die meisten Rosenarten, zumindest in Europa, stammen wenigstens zum Teil von Rosa gallica, die im Kaukasus heimisch ist. Anscheinend sind fast alle Rosen, die zwischen der Antike bis zum 18.ten Jahrhundert in Europa, West- oder Zentralasien gezogen wurden, entweder reine gallica-Sorten oder aber gallica-Hybriden. Mögliche Ausnahmen zu dieser Regel sind die „Moschusrose“ (Rosa moschata, Indien) oder die „Heilige Rose von Abessinien“ (Rosa richardii).

    Die Damaszener Rose ist eine fertile Hybride aus Rosa gallica mit entweder Rosa moschata oder Rosa phoenicia und seit der Antike bekannt (siehe auch Silphion); man nimmt an, daß sie vor einigen Jahrtausenden in Anatolien erstmals auftrat. In Westasien ist die Damaszener Rose (oder zumindest Formen, die der heutigen Damaszener Rose extrem ähneln) seit der Bronzezeit bekannt; ihr Anbau verbreitete sich später nach Griechenland und Rom.

    Damaszener Rose ist die dominierende Quelle von Rosenöl. Im europäischen Mittelalter wurde das Rosenöl allerdings aus Blüten von R. gallica gewonnen, und noch heute dienen R. centifolia und centifolia-gallica-Hybriden in Frankreich und Nordafrika als Ölrosen. Die im Capitulare de villis von Karl dem Großen erwähnte Rose ist wahrscheinlich die in Mitteleuropa weitverbreitete Hundsrose, R. canina (siehe Liebstöckel). In China werden einheimische Rosenarten, z.B. R. rugosa, als Quelle von Blütendüften für die Parfumerie und für aromatisierte Schwarztees genutzt.

    Für die Gewinnung von Rosenöl werden starkduftende Rosensorten („Ölrosen“) in großem Umfang angebaut: Die wichtigsten europäischen Anbaugebiete liegen in Frankreich und Bulgarien, aber die größten Produktionsländer sind die Türkei und der Iran, wo man Rosenwasser auch zu religiösen Zeremonien viel benutzt. Bekannte Produktionsgebiete sind Shiraz und Meshed (Iran), Isparta (Türkei) und das Tal von Kazanluk (auch Kazanlik [Казанлък] geschrieben) in Bulgarien.

    Es gibt viele weitere Rosensorten, z.B. „Alba-Rosen“, die wahrscheinlich als Hybriden von Rosa damascena mit der mitteleuropäischen Art Rosa canina entstanden. Außerdem gibt es die sogenannten „hundertblättrigen Rosen“ (Rosa centifolia), besonders in der Provence beliebt, die ebenfalls durch Hybridisierung von Rosa gallica entstanden (möglicherweise mit einer Albarose). Sie tragen ihren Namen wegen der vielen Blütenblättern in den dichtgefüllten Blüten.
    Rosa spec.: Teehybridrose Climbing Madame Caroline Testout
    Teehybrid-Rose Climbing Mme Caroline Testout
    Rosa damascena versicolor: Damaszenerrose York and Lancaster
    Damaszener Rose York and Lancaster mit unterschiedlichen Blütenfarben

    Alle diese Rosenarten blühen nur an vorjährigen, verholzten Zweigen und haben daher nur eine kurze Blühperiode, die von der Entwicklung neuer Zweige für die nächstjährige Blüte gefolgt wird (bei manchen Damaszener Sorten kann es im Herbst zu einer zweiten Blüte kommen). Darin unterscheiden sie sich von der Chinarose (Rosa chinensis), die auch auf jungen Zweigen Blüten trägt und daher das ganze Jahr über wachsen und blühen kann. Mit den Genen der Chinarose schufen europäische Züchter im 18.ten Jahrhundert eine unglaubliche Vielfalt von neuen Rosensorten. Beispiele sind „Bourbonrosen“, „Portlandrosen“, „Noisetterosen“ und spätere Entwicklungen wie „Remontantrosen“ und die „Teerosen“ mit einzeln stehenden, großen Blüten. Der Einschluß von Rosa multiflora in den Genpool führte zu vielblütigen Rosen, die man oft Polyantha- oder Floribunda-Rosen bezeichnet.

    Der Name „alte Rosensorten“ bezieht sich auf alle Sorten, die älter als 1867 sind, dem Jahr, in dem die erste Teehybride (La France) eingeführt wurde. Normalerweise versteht man den Begriff so, daß er auch alle Rosensorten umfaßt, die zwar nach 1867 gezüchtet wurden, aber zu Typen gehören, die schon vor 1867 bekannt waren. In diesem Sinn sind alle Damaszener Rosen „alt“.

    Es gibt eine Anzahl verschiedener Kultursorten der Damaszener Rose, die nun im Zuge des gesteigerten Interesses an „alten Rosen“ vermehrt angeboten werden. Einige davon, vor allem die östlicher Herkunft, wurden hauptsächlich zur Gewinnung von Rosenöl gezüchtet, z.B. Ispahan aus Iran und die bulgarische Rose (bulgarische Ölrose, bulgarska roza [българска роза]), die in der Rosenkunde nach ihren halbgefüllten Blüten als trigintipetala „dreißblättrig“ bezeichnet wird. Andere dagegen dienen vorwiegend ornamentalen Zwecken; die meisten davon entstanden im 17. und 18. Jahrhundert in Europa. Bekannte Beispiele sind Celsiana, Léda, Duc de Cambridge, Quatre Saisons, Ville de Bruxelles und Gloire de Guilan. Weniger klar ist die Stellung der the Rose de Resht, einer ungewöhnlich robusten Sorte, die manchmal für eine gallica-Rose gehalten wird, obwohl sie anscheinend iranischen Ursprungs ist.

    Die Sorte York and Lancaster erinnert an den „Rosenkrieg“ zwischen den beiden englischen Adelshäuser von York und Lancaster (1455–1485). Die beiden Familien trugen ihren Wappen jeweils eine Rose, die „Weiße Rose von York“ (Rosa alba „Maxima“) und die „Rote Rose von Lancaster“ (Rosa gallica „Officinalis“). Als Zeichen der Versöhnung wählte das siegreiche Haus von Tudor ein Wappen mit einer neuen Rose, mit weißen inneren und roten äußeren Blütenblättern. Bislang ist es niemandem gelungen, eine derartig zweifarbige Rose zu züchten, aber die im 16. Jahrhundert erhaltene Rosa damascena versicolorYork and Lancaster“ zeigt immerhin rosa und weiße Blüten auf derselben Pflanze; manchmal bildet sie sogar einzelne rosa-rot gesprenkelte Blüten aus.

    Etymologie

    Der Name Rose läßt sich über lateinisch rosa nur bis zum griechischen rhodon [ῥόδον] (vgl. rhododendron [ῥοδοδένδρον] „Rosenbaum“) zurückverfolgen. Die Pflanze muß bereits im bronzezeitlichen Griechenland bekannt gewesen sein, da sie in der Odysseia [Ὀδυσσεῖα] auftritt (siehe Mohn über die homerischen Epen). Allerdings ist es nicht klar, welche Rosenart dem Dichter vorschwebte, als er die Farbe von Rosenblüten und Morgenröte verglich: rhododaktylos Eos [ῥοδοδάκτυλος Ἠῶς] „rosenfingrige Eos“.
    Rosa damascena versicolor: Damaszenerrose York and Lancaster
    Damaszener Rose York and Lancaster mit Blüten unterschiedlicher Farbe

    Der Ursprung von rhodon ist wahrscheinlich eine untergegangene Sprache Kleinasiens, läßt sich aber heute nicht mehr mit Sicherheit ausmachen. In einigen östlichen Sprachen findet man verwandte Bezeichnungen, die aber nicht dem Griechischen entlehnt sind, sondern die auf unabhängigem Weg von der unbekannten Vorläufersprache entlehnt wurden: Armenisch vart [վարդ], georgisch vardi [ვარდი], arabisch ward [ورد] und hebräisch vered [ורד] „Rose“. Vgl. auch das slovenische vrtnica „Rose“ (neben rož) und den levantinischen Frauennamen Warda. Das Wort gelangte über das Arabische in weitere Sprachen des islâmischen Afrika und Asien.

    Der griechische Name liegt den Namen der Rose in praktisch allen heutigen Sprachen Europas zugrunde, wobei nur geringe Variation beobachtet wird; so tritt die Form rose unter anderem im Deutschen, Englischen, Dänischen und Französischen auf; andere germanische Formen sind isländisch rós, schwedisch ros und niederländisch roos. In den romanischen Sprachen Italienisch, Spanisch und Portugiesisch heißt die Rose dagegen gleich wie im Lateinischen, rosa. In den baltischen und slavischen Sprachen wurde das S durchwegs stimmhaft und oft auch palatalisiert, z.B. lettisch rozes, litauisch rožės, tschechisch růže, polnisch róża und russisch roza [роза]. Im Baskischen findet man vokalischen Anlaut, arrosa. Außereuropäische Beispiele sind Kannada roja [ರೋಜಾ] und japanisch rozu [ローズ].
    Rosa rugosa: Kartoffelrose
    R. rugosa stammt ursprünglich aus China und Japan

    Wie in einigen anderen Fällen (Petersilie, Ingwer) findet jedoch man auch hier die paradoxe Situation, daß ein altgriechisches Wort zwar in den meisten rezenten europäischen Sprachen weiterlebt, aber ausgerechnet im Neugriechischen nicht mehr vertreten ist: Das neugriechische Wort für „Rose“ lautet triandafillo [τριαντάφυλλο] und bezieht sich eigentlich nur auf die spezielle „dreißigblättrige“ Sorte, aus der man in Südosteuropa das Rosenöl gewinnt (altgriechisch triakonta [τριάκοντα] „dreißig“ und phyllon [φύλλον] „Blatt“). Daher kommt auch albanisch trëndafil „Rose“.

    Der botanische Artname damascena bezieht sich natürlich auf Damaskus (heute die Hauptstadt Syriens), von wo die Kreuzritter diese duftende Rosenart angeblich nach Europa brachten.

    Sanskrit shatapattra [शतपत्त्र] bedeutet „hundert Blätter“ (bezieht sich wohl auf gefüllte Blüten) und vrittapushpa [वृत्तपुष्प] heißt „runde Blume“.

    Die Bezeichnung Attar (auch Otto geschrieben) für Rosenöl geht auf persisch atar [عطر] „Parfum“ zurück, das seinerseits eine Entlehnung von arabisch itr [عطر] „Parfum“ ist.

    Ausgewählte Links

    San Marcos Growers: Rose Nature One Health: Roses The Rose FAQ High Country Roses Kinds of Roses Roses with Ancient Roots B and B Nursery: Rose Classes Rose Classification Geschichte der Rose (Kim Ai) (via web.archive.org) Aroma from Carotenoids: Rose chemikalienlexikon.de: Phenylethanol Pflanzen des Capitulare de Villis: Hundsrose (biozac.de) Crop and Food Research: Rose (crop.cri.nz) Old Garden Roses and Beyond: Damask Roses Rezept: Machboos al Laham [مجبوس اللحم] – Reis mit Lammfleisch (mitglied.lycos.de) Recipe: Majboos Laham [مجبوس لحم] – Lamb with rice (epicurious.com via archive.org) Recipe: Machboos Dijaj [مجبوس دجاج] – Chicken with Rice (www.netcooks.com) Recipe: Ras Gulla (dinnercoop.cs.cmo.edu) Recipe: Rasgulla (tripod.com) Recipe: Ras Malai (recipecottage.com) Recipe: Gulab Jamun (yumindia.com) Recipe: Gulab Jamun (recipecottage.com) Recipe: Rose Lassi (indialife.com) Cooking with Kurma: A Bed of Roses (kurma.net)


    Rosa damascena trigintipetala: Damaszener Rose (Kazanlik)
    Damaszener Rose, bulgarische trigintipetala-Sorte (Kazanluk)
    Die Rose ist als duftende Gartenpflanze allgemein bekannt und beliebt (wenngleich die für den Garten gezüchteten Sorten oft nur einen kümmerlichen Duft zeigen), hat jedoch auch ihre kulinarischen Meriten. In der europäischen Küche fristen Rosenprodukte zwar vergleichsweise ein Schattendasein, doch braucht man Rosenwasser zum Aromatisieren von Marzipan (siehe Mandel) und setzt es auch gelegentlich Erfrischungsgetränken zu. Weiters gibt es Rosenlikör, und mit Rosenblüten aromatisierter Wein erfreute sich bei den alten Römern großer Beliebtheit (siehe auch Silphion).

    Von großer Bedeutung ist das Rosenöl (Farsi attar [عطر] und türkisch gül yağı) in West- und Zentralasien, wo man es für zahllose Süßigkeiten verwendet. So lösen Türken in ihrem Kaffee (siehe auch Cardamom) gerne etwas locoum auf, ein sehr süßes, gummiartiges Konfekt mit starkem Rosenaroma. In Persien aromatisiert man Honig und Marmeladen mit Rosenblüten; auch Roseneis ist im Mittleren Osten bekannt (siehe Vanille über Eiscrème). Marzipan, mittlerweile schon fast eine europäische oder besonders deutsche Spezialität, hat seinen Ursprung ebenfalls im mittelöstlichen Raum (siehe Mandel).

    Rosenduft spielt in vielen islâmischen Ländern von Nordafrika bis West- und Zentralasien eine gewisse, zumeist auch kultische Rolle. Im arabischen Raum verwendet man Rosenduft oft zur Verbesserung der Raumluft, besonders in Moscheen; in der Küche findet man Rosenblüten dagegen seltener, allerdings sind sie eine der unzähligen Zutaten zur marokkanischen Gewürzmischung ras el hanout (siehe Kubebenpfeffer).
    Rosa damascena: Damaszenerrose Rose de Resht
    Damaszener Rose Rose de Resht

    Man verwendet oft Rosenwasser (ma al-ward [ماء الورد]), um arabischen und irakischen Reisspeisen (machboos oder majboos [مجبوس]) eine blumige Note zu verleihen; machboos erinnert sehr an indischen biriyani (siehe Safran). Dazu kocht man Langkornreis, Fleisch (Huhn, Lamm), Gemüse und viele Gewürze (Cardamom, Zwiebel, Safran, Zimt, Pfeffer und getrocknete Limetten) ganz langsam in Brühe, bis alles weich ist. Die Gewürzmischung Baharat (siehe Paprika) wird oft verwendet, dem machboos eine ganz leichte, pikante Schärfe zu verleihen, die in den indischen biriyanis so gut wie immer fehlt. Nach Fertigstellung, einige Minuten vor dem Servieren, tröpfelt man Rosenwasser über den Reis und läßt noch kurz bei geschlossenem Deckel nachziehen, damit sich das Aroma ausbreiten kann.

    In Nordindien verwendet man Rosenwasser (gulab jal [गुलाब जल]) dagegen oft, um auf Milch basierenden Süßspeisen ein besonderes Aroma zu verleihen: Bällchen aus eingekochter Milch und Mehl werden fritiert und mit Sirup übergossen (gulab jamun), Bällchen aus Frischkäse werden in Sirup gekocht (ras gulla) oder in eingedickter Milch serviert (ras malai); in allen Fällen können vor dem Servieren einige Spritzer Rosenwasser darübergetropft werden. Als teure Alternative zum Rosenwasser bietet sich vor allem für ras malai auch Safran an, während besonders im tropischen Indien Rosenwasser gerne durch das recht ähnlich, aber blumiger, duftende Pandanuswasser ersetzt wird.

    Bei Touristen in Indien ist das Joghurtgetränk lassi [लस्सी] sehr beliebt; in seiner einfachsten Form besteht es nur aus Wasser, Joghurt und Zucker und wird immer gekühlt (am besten mit Eis) getrunken. Eine sehr übliche Art Lassi ist mit etwas Rosenwasser aromatisiert (gulabi lassi [गुलाबी लस्सी]); es gibt aber auch süßes Lassi mit Safrangeschmack. Weniger häufig trifft man auf die salzigen Versionen (namkin lassi [नमकीन लस्सी]), die man am ehesten im Punjab und in Gujarat findet; jeera lassi [जीरा लस्सी] ist eine Mischung aus Joghurt, Wasser, Salz und etwas vorgeröstetem und gemahlenem Kreuzkümmel, das ich wesentlich erfrischender fand als die süßen Varianten.



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    Zuletzt modifiziert am 16 Jun 2003
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