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    Sumach (Rhus coriaria L.)

    Synonyme

    Rhus glabra: Reife Früchte (Glatter Sumach)
    Reife Früchte des Glatten Sumachs Rh. glabra
    Rhus glabra: Amerikanischer Sumach
    Die amerikanische Art Rh. glabra (Glatter Sumach)
    Rhus glabra: Sumachfruchtstand
    Amerikanischer Sumach (Rh. glabra) mit Früchten
    AlbanischCërmendell, Shqeme, Shqemja, Shtjemëz
    Arabischسماق
    سُمَّاق
    Summaaq, Summaq
    AzeriSumaq
    Сумаг
    BaskischTano, Zumake
    BengaliKankrasringi
    BulgarischСумак
    Sumak
    Chinesisch
    (Mandarin)
    蓝肤木 [lán fū mù], 盐肤木 [yán fū mù]
    Lan fu mu, Yan fu mu (Rhus chinensis)
    DänischSumak
    DeutschGewürzsumach, Färberbaum, Gerbersumach, Essigbaum
    EnglischSumac, Shumac, Sicilian sumac
    EsperantoSumako
    EstnischSumahh, Lõhnav sumahh
    Farsiسماق
    Somagh
    FinnischSumakki
    FranzösischSumac
    GriechischΡούδι, Σουμάκι
    Roudi, Soumaki
    Hebräischסומאק
    Sumak, Sumaq
    HindiKankrasing
    ItalienischSommacco
    Japanischスーマック
    Sumakku
    KannadaKarkatakashringi
    KroatischRuj
    LitauischŽagrenis
    MaltesischXumakk tal-Konz
    NiederländischSumak
    NiederländischZuurkruid
    PolnischSumak
    PortugiesischSumagre, Arbore das pelucas
    Punjabiਅਰਕੋਲ, ਤਿਤਰੀ
    Arkol, Titri
    RumänischSumac
    RussischСумах
    Sumakh
    SlovenischOctovec
    SlowakischSumach, Škumpa koželužská
    SpanischZumaque
    TamilKarkhadagachingi
    TeluguKarkkararingi
    TschechischSumah, Koření sumac, Sumac, Škumpa koželužská
    TürkischSumak, Somak
    UngarischCserző szömörce, Cserszömörce, Szömörce

    Hinweis

    Einige mit Sumach verwandte Pflanzen erfreuen sich in Europa und Nordamerika großer Beliebtheit als Ziergehölze. Heute nimmt man generall an, daß die Arten der Gattung Rhus nur leicht giftig oder überhaupt eher harmlos sind, z.B. der Essigbaum (Hirschkolben-Sumach), Rhus typhina. Trotzdem sollte man bedenken daß diese Zierpflanzen nicht mit dem Gewürzsumach identisch sind, und daß sie nicht bedenkenlos genossen werden können.
    Toxicodendron vernix: Giftsumach
    Vorsicht: Giftsumach, Toxicodendron vernix

    Die eng verwandte neuweltliche Gattung Toxicodendron enthält dagegen Pflanzen von ganz erheblicher Giftigkeit, wie schon aus dem Gattungsnamen „Giftbaum“ geschlossen werden kann. Diese Arten wurden früher der Gattung Rhus zugeordnet und werden umgangssprachlich oft als „Sumach“ bezeichnet: Toxicodendron radicans (Giftefeu), Toxicodendron diversilobum (Gifteiche), Toxicodendron vernix (Giftsumach). Alle diese enthalten Urushiole (3-Alkyl-resorcinderviate mit langen Seitenketten), die extreme allergene Wirkung entfalten und bei Kontakt mit der unverletzten Haut sensibilisierter Personen zu schmerzhafter Dermatitis führen können. Sensibilität erwirbt man durch früheren (symptomlosen) Kontakt zu Urushiolen. Diese Gifte sind bereits in Sub-μg-Dosierung wirksam und können zu tödlichen Vergiftungen führen, besonders beim Verschlucken oder Inhalieren, wobei sie auf die Schleimhäute von Mund, Nase und Eingeweiden wirken. Die Früchte der Toxicodendron-Arten sind übrigens weiß bis hellocker, aber nicht rot.

    Allergene des Urushioltyps sind in der Familie Anacardiaceae nicht selten, z.B. im Schalenöl der Cashew-Nüsse oder auch (spurenweise) in unreifen Mangos. Siehe auch Rosa Pfeffer.
    Rhus coriaria: Sumachpulver
    Sumach-Pulver
    Rhus glabra: Nordamerikanische Sumachfrüchte
    Getrocknete Früchte von Rhus glabra

    Verwendeter Pflanzenteil

    Getrocknete Früchte, üblicherweise grob gemahlen in Form eines rotbraunen bis purpurnen Pulvers verkauft (oft mit etwas Salz gemischt).

    In Europa kommt ausschließlich Rh. coriaria in den Handel. In Nordamerika haben dagegen auch die dort einheimischen Arten Rh. glabra und Rh. aromatica geringe Bedeutung; die getrockneten Früchte dieser beiden Arten dienten den Indianern zur Herstellung traditioneller saurer Getränke und werden heute eher selten verwendet. Die alt- und neuweltlichen Sumacharten haben aber ziemlich ähnlichen Geschmack.
    Rhus coriaria: Sumach
    Detailansicht: Sumachbaum mit vertrockneten Früchten

    www.apinguela.com

    Pflanzenfamilie

    Anacardiaceae (Sumachgewächse).

    Geruch und Geschmack

    Sauer und herber, adstringierender Geschmack.

    Inhaltsstoffe

    Der Geschmack ist größtenteils von Tanninen (Gallotannine, 4%) und Fruchtsäuren (Äpfelsäure, Zitronensäure, Weinsäure; daneben Bernsteinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure und Ascorbinsäure) bestimmt. Außerdem enthalten die Früchte Spuren (0.02%) eines ätherischen Öls, das als Hauptbestandteile Aldehyde (2E-Decenal, Nonanal, 2E,4E-Decadienal) und Terpene (β-Caryophyllen, α-Pinen, α-Terpineol, Carvacrol und den Diterpenkohlenwasserstoff Cembren) enthält.

    Die tiefrote Farbe der Fruchtschalen geht auf Pigmente der Anthocyanin-Reihe zurück. Bisher wurden Chrysanthemin, Myrtillin und Delphinidin identifiziert. Zuletzt enthalten die Früchte noch 15% fettes Öl.

    Herkunft

    Verschiedene Arten der Gattung Rhus wachsen im Mittelmeergebiet; nur die Art R. coriaria liefert jedoch das Sumach-Gewürz. Rh. coriaria kommt wild in Sizilien und dem östlichen und den angrenzenden Gebieten Arabiens und Zentralasiens vor.
    Rhus punjabensis: Chinesischer Sumach
    Rh. punjabensis, eine verwandte Art aus Zentralasien und China
    Rhus coriaria: Sumachbaum
    Sumachbaum

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    Etymologie

    Sumach ist semitischer Herkunft und scheint von einem aramäischen Adjektiv summaq „dunkelrot“ abgeleitet zu sein (semitische Wurzel SMQ oder ŚMQ „rot“), vgl. modernes Hebräisch sumak [סומאק]. Die Vermittlung in europäische Sprachen erfolgte wahrscheinlich über den verwandten arabischen Namen summaq [سماق].

    Der wissenschaftliche Gattungsname Rhus geht auf den griechischen Namen der Pflanze, rhous [ῥοῦς], zurück, dessen Herkunft allerdings unklar ist. Der Artname coriarius bezieht sich auf die Verwendung der tanninreichen Pflanze in der Gerberei (lateinisch corium „Leder“).

    Der deutsche Name Essigbaum, heute zumeist für den mit Gewürzsumach nahe verwandten Zierbaum Rh. typhina verwendet, bezieht sich auf den essig-sauren Geschmack der Früchte. In dieselbe Kerbe schlägt niederländisch zuurkruid „saures Gewürz“.

    Ausgewählte Links

    The Epicentre: Sumac Medical Spice Exhibit: Sumac Le Marché du Levant: Zaatar Gewürzmischung Nature One Health: Smooth Sumach and Sweet Sumach “Wildman” Steve Brill: Poison Ivy


    Rhus coriaria: Sumach-Fruchtstand
    Sumach-Fruchtstand

    www.apinguela.com

    Rhus coriaria: Somak-Pflanze mit unreifen Früchten
    Sumachbaum mit unreifen Früchten

    www.derman.net

    Sumach ist ein in der Türkei und auch im Iran beliebtes Tischgewürz; man streut die gemahlenen Früchte großzügig über verschiedene Gerichte, vor allem Reis und Reiseintöpfe. Mit frisch in Scheiben geschnittenen Zwiebeln vermischt wird es auch als Vorspeise genossen. Mit Sumach würzt man auch manchmal die türkische Fast-Food-Spezialität döner kebap.

    In Westasien gibt es eine als Tischwürze beliebte Gewürzmischung namens zahtar bzw. za'tar [زعتر], die nach ihrem Hauptbestandteil, einer aromatischen lokalen Sorte Majoran, benannt ist. Da dieser westasiatische Majoran außerhalb der Region kaum erhältlich ist, muß man ihn durch eine Mischung aus Majoran und Thymian oder Oregano ersetzen. Zahtar macht man dann aus diesem Majoran, Sesamsamen, saurem Sumach, Salz und optional Pfeffer. Ähnliche Mischungen gibt es auch in Syrien und Israel. Man verwendet sie für gebratenes oder gegrilltes Fleisch oder bereitet daraus, wie aus dem ähnlichen ägyptischen dukka (siehe Thymian), mit Olivenöl einen Brotaufstrich.

    Im südöstlichen Mittelmeerraum (Libanon, Syrien, Ägypten) benutzt man Sumach auch noch auf eine andere Weise: Die Früchte werden mit wenig Wasser gekocht, wobei ein intensiv saurer, roter Sud entsteht; diesen fügt man dann Fleisch- oder Gemüsegerichten hinzu. Diese Verwendung war bereits im alten Rom bekannt (siehe auch Silphion über antike römische Kochkunst) und findet eine enge Parallele im Gebrauch der Tamarinde in den Küchen Süd- und Südostasiens.

    Für eine zusammenfassende Behandlung saurer Gewürze, siehe Mango.



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    Zuletzt modifiziert am 15 Sep 1998
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