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| Sumach-Fruchtstand |
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| Sumachbaum mit unreifen Früchten |
In Westasien gibt es eine als Tischwürze beliebte Gewürzmischung namens zahtar bzw. za'tar [زعتر], die nach ihrem Hauptbestandteil, einer aromatischen lokalen Sorte Majoran, benannt ist. Da dieser westasiatische Majoran außerhalb der Region kaum erhältlich ist, muß man ihn durch eine Mischung aus Majoran und Thymian oder Oregano ersetzen. Zahtar macht man dann aus diesem Majoran, Sesamsamen, saurem Sumach, Salz und optional Pfeffer. Ähnliche Mischungen gibt es auch in Syrien und Israel. Man verwendet sie für gebratenes oder gegrilltes Fleisch oder bereitet daraus, wie aus dem ähnlichen ägyptischen dukka (siehe Thymian), mit Olivenöl einen Brotaufstrich.
Im südöstlichen Mittelmeerraum (Libanon, Syrien, Ägypten) benutzt man Sumach auch noch auf eine andere Weise: Die Früchte werden mit wenig Wasser gekocht, wobei ein intensiv saurer, roter Sud entsteht; diesen fügt man dann Fleisch- oder Gemüsegerichten hinzu. Diese Verwendung war bereits im alten Rom bekannt (siehe auch Silphion über antike römische Kochkunst) und findet eine enge Parallele im Gebrauch der Tamarinde in den Küchen Süd- und Südostasiens.
Für eine zusammenfassende Behandlung saurer Gewürze, siehe Mango.


