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Reifende Mandeln
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Reife Mandeln
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Reife Mandelfrüchte am Baum
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Mandelzweig mit Blüten
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Süßmandeln werden in der nah- und
mittelöstlichen Küche viel verwendet und bilden auch in der persisch
beeinflußten Kochtradition Nordindiens neben
Mohnsamen eines der wichtigsten Mittel, um Saucen
anzudicken. Dazu werden sie zusammen mit verschiedenen Gewürzen (
Muskatblüte,
Zimt,
Kreuzkümmel und
Knoblauch oder
Ingwer)
geröstet und typischerweise mit Joghurt abgelöscht Weizenmehl wird
dagegen in der indischen Küche
niemals zum Andicken verwendet.
In Butterfett braun geröstete Mandelsplitter oder -scheiben sind eine
beliebte Dekoration für duftende biriyanis und andere
Gerichte, in denen Fleisch mit getrockneten Früchten kombiniert wird. Auch
süße Desserts enthalten manchmal Mandeln, etwa badaami
kheer, eine Art Brei oder Pudding aus Mandeln, der mit
Safran oder Rosenwasser
aromatisiert wird. Andere Typen von kheer enthalten
Reis, Fadennudeln oder Grieß als zusätzliche Verdickungsmittel.
Siehe auch schwarzer Kreuzkümmel für
mehr Information über die nordindische (mogulische) Küche.
Das berühmteste mandelhaltige Produkt der westlichen Küche ist
der Marzipan. Dabei handelt es sich im wesentlichen um eine intensiv
geknetete Mischung aus gemahlenen Mandeln, Zucker und Aromastoffen, vor allem
Rosenwasser. Zur Zubereitung von Marzipan werden
entweder nur Süßmandeln verwendet, oder man würzt mit einer
ganz kleinen Menge Bittermandeln (ein oder zwei Stück auf 100
g Süßmandeln) bzw. einem Hauch Bittermandelessenz.
Wegen ihrer Giftwirkung sind die Samen des Bittermandelbaums in vielen
europäischen Ländern mit paternistischer Gesetzgebung nicht oder nur
eingeschränkt zum Verkauf zugelassen; man ist dann gezwungen, auf
Bittermandelessenz zurückzugreifen, die zum Aromatisieren von
Keksen und Kuchen hervorragend geeignet ist. Diese Essenz gewinnt man durch
Destillation eines Gemisches aus gemahlenen Bittermandeln und Wasser; es
besteht fast ausschließlich aus Benzaldehyd und ist blausäurefrei.
Kerne von Marillen oder Pfirsichen lassen sich ebenfalls mit gutem Erfolg
verwenden. Eine anderer brauchbarer Ersatz für Bittermandeln sind sparsam
verwendete Tonkabohnen, die allerdings auch
gesundheitlich nicht ganz unbedenklich sind.
Bittermandeln (bzw. Bittermandelessenz, die sehr vorsichtig zu
dosieren ist) werden in der Küche nur beschränkt verwendet, am
meisten zu Süßspeisen und Keksen. Ihre Verwendung zu pikanten
Gerichten erzeugt sehr exotische Geschmacksnuancen, erfordert aber besonderes
Geschick beim Abschmecken. Man kann sie z.B. zu chinesischem gebratenem
Schweinefleisch versuchen (diese Anregung geht auf Stobart zurück).