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| Perilla (rotblättrige Sorte, blühende Pflanze) |
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| Perillablüte, Nahaufnahme |
Perilla gehört zu den wenigen Gewürzpflanzen, die in der Küche Japans einen festen Platz haben (shiso [紫蘇, しそ, シソ]). Neben den in den folgenden Absätzen aufgezählten Pflanzen spielen lediglich noch Szechuanpfeffer, Mohn und Wasserpfeffer im Land der aufgehenden Sonne eine Rolle.
In Japan werden Perillablätter beispielsweise zur Garnierung von rohem Fisch (sashimi, siehe Wasabi) und für die portugiesisch-japanische Spezialität tempura [テンプラ] verwendet. Tempura sind Gemüsestücke (Karotten, Kartoffeln), die in einen einzigartig leichten, fast transparenten Ausbackteig getaucht und in verdünntem Sesamöl fritiert werden. Das Geheimnis liegt dabei im Teig, der mit Eiswasser zubereitet und sofort verwendet werden muß. Perillablätter können sowohl zur Dekoration verwendet als auch, wie ein Gemüse, selbst im Teig herausgebacken werden.
Besonders beliebt sind in Japan die rotblättrigen Kulturformen: In beni shoga (eingelegtem Ingwer, der zu sushi serviert wird, siehe Wasabi) und umeboshi (einem aus unreifen pflaumenartigen Früchten [Prunus mume] herstellten Pickle) übernehmen sie gleichzeitig die Rolle eines Gewürzes und eines Färbemittels. Siehe auch Annatto über farbgebende Gewürze.
In der westlichen Küche ist Perilla noch nicht besonders beliebt. Der
sanfte, unaufdringliche Geschmack der Blätter eröffnet einige
Perspektiven, aber die Pflanze ist wahrscheinlich als Färbemittel
wertvoller. Mit roten Perilla-Blättern kann man Farben von einem
blassen Rosa bis zu einem tiefen Rotweinton erzielen.


