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    Pandanusblüten (Pandanus odoratissimus L.)

    Synonyme

    Pandanus tectorius: Pandanuswald
    Bestand von P. tectorius

    www.botany.hawaii.edu   © Gerald Carr

    Pandanus odoratissimus: Schraubenbaum Ableger
    Pandanusstamm mit jungem Ableger
    Pandanus odoratissimus: Schraubenpalme mit junger Frucht
    Pandanuspalme mit junger Frucht
    botPandanus fascicularis Lamk.
    AssamesischKetakiphul, Keteki
    BengaliKetaky, Ketaki, Keori, Keya
    BurmesischTsatthapu
    Chinesisch
    (Kantonesisch)
    露兜樹 [louh dāu syuh]
    Louh dau syuh
    Chinesisch
    (Mandarin)
    露兜樹 [lù dōu shù]
    Lu dou shu
    DänischSkruepalme
    DeutschSchraubenbaum, Schraubenpalme
    Dhivehiކަށިމާ
    Kashimaa
    EnglischNicobar bread-fruit (P. leram), Pandanus,
    Umbrella tree, Screw pine,
    Screw tree
    EstnischLõhnav pandan, Kruvipuu
    FinnischKairapalmu
    FranzösischPandanus
    GujaratiKewoda
    HawaiianischHala (P. tectorius)
    Hebräischהפאנדאנוס
    Ha-pandanus (bezieht sich auf die ganze Gattung)
    HindiKewra, Kewda, Kewara
    ItalienischPandano
    Japanisch阿檀
    アダン, タコノキ
    Adan, Takonoki
    Kannadaಕೇದಿಗೆ, ಕೇತಕೆ, ತಾಳೇ ಹೂ
    Kedige, Ketake, Tale hu
    Koreanisch아단
    Adan
    LitauischKvapusis pandanas
    MalayalamKaitha, Kaida, Thala
    Marathiकेतकी, केवडा
    Ketaki, Kewda, Kewra, Kenda, Keura
    NiederländischSchroefpalm, Pandan
    NorwegischSkrupalme
    OriyaKia
    PortugiesischPandano
    Punjabiਕਿਓਰਾ
    Kiora
    RussischПанданус ароматнейший
    Pandanus aromatnejshi
    SchwedischSkruvpalm
    SanskritKetaka
    SinghalesischMudukeyiya
    SpanischPandan, Pandano
    Tamilதாழை
    Tazhai, Talai
    TeluguMogheli, Mogil
    Thaiการะเกด, ลำเจียก
    Karaket, Lam cheyk
    UngarischPandánusz víz, Panpung víz
    UrduKeora
    Pandanus odoratissimus: Kewda-Blüte
    Kewra-Blüte

    members.aol.com

    Hinweis

    In europäischen Sprachen wird zwischen blätter- bzw. blütenliefernden Pandanusarten namentlich nicht unterschieden.

    Verwendeter Pflanzenteil

    Männliche Blüten. Man verwendet sie zumeist in Form eines wäßrigen Destillates (kewra water, Kewrawasser).

    Die Früchte vieler Pandanusarten, darunter auch P. odoratissimus, sind eßbar und sogar sehr nahrhaft.

    Pflanzenfamilie

    Pandanaceae (Schraubenpalmengewächse).

    Geruch und Geschmack

    Kewrablüten strömen einen süßen, parfumartigen Duft aus, der an Rosen erinnert; allerdings ist Kewra fruchtiger. Das Pandanuswasser (Kewra-Wasser) ist nicht besonders konzentriert und kann tee- bis eßlöffelweise verwendet werden.
    Pandanus odoratissimus: Pandanusfrucht
    Reifende Pandanusfrucht

    Inhaltsstoffe

    Im ätherischen Öl aus Pandanusblüten ist Phenylethylmethylether mit ca. 70% die Hauptkomponente; in kleineren Mengen treten der freie Alkohol (2-Phenylethanol) und sein Essigsäureester (Phenylethylacetat) auf. 2-Phenylethanol ist auch ein bedeutender Geruchsstoff im Rosenduft, mit einer besonders leichten, blütenartigen Note. Wegen seiner Wasserlöslichkeit läßt er sich relativ leicht in wäßrigen Destillaten anreichern. (Indian Perfumer, 36, 93, 1992) Weiters tragen Terpenkomponenten zum Aroma bei, vor allem Terpinen-4-ol (bis zu 20%) und in untergeordnetem Ausmaß α-Terpineol, γ-Terpinen und Dipenten.

    Die reifen Früchte von P. tectorius verdanken ihren Geruch einem ätherischen Öl, das von Estern dominiert wird: Außer Geranylacetat findet man noch hemiterpenoide Ester (Isopentenyl- und Dimethylallylester mit Essig- und Zimtsäure) (Phytochemistry, 43, 1277, 1996)

    Herkunft

    Verschiedene Arten der Gattung wachsen in tropischen Gegenden von Süd- und Südostasien, und viele davon haben duftende Blüten. Als Quelle von Kewrawasser besonders wichtig ist dabei P. odoratissimus, der in ganz Süd- und Südostasien wild vorkommt; der Anbau zur Gewinnung von Kewrawasser ist jedoch auf die indische Ostküste, insbesondere den Bundesstaat Orissa, beschränkt.
    Pandanus odoratissimus: Pandanusfrucht
    Unreife Frucht von P. odoratissimus

    www.csdl.tamu.edu

    Eine eng verwandte Art, Pandanus tectorius Parkinson, mit pazifischer Verbreitung von Australien bis Polynesien, hat ebenfalls duftende Blüten, wird aber nicht zur Gewinnung von Kewrawasser herangezogen. Manche Autoren betrachten die beiden Arten als identisch.

    Einige Pandanus-Arten werden auch wegen ihrer eßbaren Früchte oder wegen ihrer als Flechtmaterialien genutzten Blätter geschätzt.

    Etymologie

    Siehe Pandanusblätter. Die deutsche Bezeichnung Schraubenpalme bzw. ihre Entsprechungen in vielen europäischen Sprachen beziehen sich auf die je nach Art mehr oder weniger schraubige Blattstellung.

    Ausgewählte Links

    Sorting Pandanus names (www.plantnames.unimelb.edu.au) chemikalienlexikon.de: 2-Phenylethylacetat Kewda – Orissa's Fragrant Floral King Recipe: Ras Gulla (dinnercoop.cs.cmo.edu) Recipe: Rasgulla (tripod.com) Recipe: Ras Malai (recipecottage.com) Recipe: Gulab Jamun (yumindia.com) Recipe: Gulab Jamun (recipecottage.com) INDU-Versand


    Pandanus odoratissimus: Pandanuspalmen
    Pandanusbäume, P. odoratissimus

    www.csdl.tamu.edu

    Die Blüten einiger Schraubenpalmenarten weisen ein zartes Blütenbouquet auf und dienen in der nordindischen Küche vor allem zum Aromatisieren von Süßspeisen. Dabei dürfen sie keinesfalls mit den von einer verwandten Art stammenden Pandanusblättern verwechselt werden, die gelegentlich in Südindien und sehr häufig in Südostasien verwendet werden, zumeist für Süßspeisen auf Reisbasis.

    Pandanuswasser, gewonnen aus männlichen Pandanusblüten, ist in der nord- und südindischen Kochkunst recht beliebt und wird vor allem für die herrlichen Süßigkeiten gebraucht, die Inder aus so einfachen Zutaten wie Milch und Zucker herstellen. Die wichtigsten Milchprodukte sind dabei eingedickte Milch und Frischkäse: Durch Einkochen von Milch erhält man zunächst dickflüssige rabadi [रबडी] und in weiterer Folge honigartig zähe khoya [खोया]. Indischen Frischkäse (chana oder chhana [छना]) erhält man, wenn Milchprotein (Casein) aus kochender Milch mit Säure ausfällt; man kann chana zu einem kompakten Produkt namens paneer [पनीर] verarbeiten, das aber überwiegend zu pikanten Speisen verwendet wird. Chana läßt sich durch Frischkäse hervorragend ersetzen; für khoya nehme ich dagegen einfach eine Mischung aus etwas Milch und viel Milchpulver.

    Die bekanntesten Rezepte der indischen Süßspeisenküche werden oft besonders mit bengalischer Küche assoziiert, sind aber heute in ganz Indien erhältlich: ras gulla (in Sirup gekochte Bällchen aus chana und Mehl), gulab jamun (fritierte khoya-Bällchen in Sirup serviert) und ras malai (Bällchen von chana und Mehl in cremiger rabadi). Um den kostbaren Duft nicht zu verschwenden, sprenkelt man das Pandanuswasser erst kurz vor dem Servieren über die Bällchen; nur ras gulla läßt man besser einige Zeit in mit Pandanus gewürztem Sirup ziehen, aber dabei braucht man ein dicht schließendes Gefäß. Die Milchsauce von ras malai kann man alternativ auch mit Safran würzen, aber für Sirup ist dieser weniger geeignet.

    Daneben aromatisiert man mit Pandanuswasser auch manchmal die mogulischen Reisgerichte (biriyanis, siehe Cardamom). Auch hierbei wird das Pandanuswasser erst knapp vor dem Verzehr über die Speise getröpfelt. In Zentralasien am arabischen Golf parfumiert man ähnliche aromatische Reisgerichte üblicherweise mit Rosenwasser.

    Außerhalb Indiens ist das Kewrawasser trotz der weiten Verbreitung der Pandanuspalmen nie heimisch geworden. Allerdings haben indische Auswanderer ihre Vorliebe für Pandanus in andere Tropengebiete mitgenommen. Für die westliche Küche könnte man Pandanuswasser als Alternative zu anderen Blütendüften wie Rose oder Orange verwenden.



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    Zuletzt modifiziert am 12 Sep 2001
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