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| Blühende Gartenkresse |
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| Blühende Kapuzinerkresse |
Kresseblätter werden nicht oft mit anderen Kräutern gemischt; sie sind aber mit den französischen fines herbes (siehe Schnittlauch) verträglich und können daher zusammen mit jedem davon verwendet werden. Man verwendet Kresse auch für Kräuteressig (siehe Dill) und Kräutersaucen (siehe Borretsch über die Frankfurter Grüne Sauce).
In West- und Zentralasien wachsen lokale Kräuter mit kresseähnlichem Geschmack; in den meisten Kochbüchern werden sie ohne weiteren Kommentar durch Kresse ersetzt, was umso mehr gerechtfertigt ist, als die Gartenkresse ja aus dieser Region stammt. Kresse wird von Nordwestasien (Georgien, Aserbaijan) bis Zentralasien (Iran) gebraucht; sie findet sogar in der kasachischen Küche Verwendung, als eines der wenigen Kräuter, die das Klima in Kasachstan vertragen.
Der wesentliche Nachteil aller Kressen ist, daß sie nur frisch verwendet werden können und mancherorts nicht gehandelt werden. Während Brunnenkresse zumeist nur wild vorkommt, kann man jedoch sowohl die Garten- als auch die Kapuzinerkresse ziemlich leicht kultivieren. Gartenkresse ist ausgesprochen anspruchslos und darüber hinaus erstaunlich schnellwüchsig; bereits eine Woche nach dem Aussäen muß geerntet werden. Um ständig frische Kresse vorrätig zu haben, muß man daher drei Töpfe im Abstand von zwei bis drei Tagen in einer Art Schichtbetrieb arbeiten lassen. Kapuzinerkresse braucht nur ein wenig mehr an Pflege, liefert aber einen ganzen Sommer lang ständig frische Blätter und drüber hinaus noch sehr schöne orange Blüten, deren Knospen oder unreife Früchte einen oft gelobten Kapernersatz ergeben.
Die mit den Kressen verwandte Rauke schmeckt ähnlich
scharf, weist aber auch ein intensives, charakteristisches Aroma auf. In vielen
Fällen kann man Kresse durch die pikantere Rauke ersetzen.


