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| Curcumapflanze |
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| Curcuma-Blüte (möglicherweise eine Ziersorte) |
In Südostasien bevorzugt man das Rhizom im frischen Zustand. Besonders in Thailand wird es oft gerieben und Currygerichten hinzugefügt, besonders bei Fischcurries; es ist auch in der gelben Currypaste enthalten (siehe Kokos über die anderen Zutaten zu thailändischen Curries).
Gelber Reis (nasi kuning) ist besonders auf den östlichen Inseln Indonesiens beliebt; er verdankt seine Farbe frischer oder getrockneter Curcuma. Auf Bali, der einzigen hinduistisch gebliebenen Insel Indonesiens (siehe auch indonesisches Lorbeerblatt und kleinen Galgant über balinesische Küche), hat mit Kokosmilch und aromatischen Blättern (indonesisches Lorbeerblatt, Pandanusblätter, Zitronengras) zubereiteter nasi kuning auch kultische Bedeutung; niemand, der die Insel je besucht hat, wird wohl die Scharen von Balinesen vergessen, die zu den Tempeln (z.B. dem Hauptheiligtum in Besakih) strömen und, unter anderem, auch Kegel aus gelbem Reis als Opfer bringen. Auf der benachbarten Insel Jawa wurde der Hinduismus bereits vor Jahrhunderten zugunsten des Islâm aufgegeben, doch hält man nasi kuning immer noch für eine heilige Speise. Außerdem verwenden indonesische Köche gerne getrocknete Curcuma für ihre Eintöpfe und Curries (siehe dazu auch großen Galgant).
In westlichen Küchen wird Curcuma zwar nicht direkt genutzt, aber sie taucht in zahlreichen Gewürzmischungen (z.B. Currypulver, siehe oben) und Saucen auf und wird mitunter verwendet, um Speisesenf leuchtend gelb zu färben (siehe weißer Senf).
Curcuma wird gelegentlich mit Safran verwechselt, da beide Gewürze Speisen intensiv gelb färben, allerdings gibt der Safran eine mehr orange Farbe ab. Da Curcuma keine Spur des faszinierenden Safranaromas aufweist, ist er allerdings als Ersatz oder Alternative für Safran völlig ungeeignet! Siehe auch Annatto für eine Zusammenstellung von färbenden Pflanzen.
Die sogenannte weiße Curcuma ist eine sehr nahe verwandte Pflanze (Zitwer), deren frischen Wurzelstock man weniger als Gewürz braucht, sondern als ein sehr würziges Gemüse verzehrt. Dasselbe kann man auch mit gewöhnlicher gelber Curcuma machen, aber sie färbt die Zähne intensiv gelb.
Die starke Färbekraft der Kurkuma erscheint jedem ein Ärgernis, der
mit Kurkuma verunreinigte Küchengeräte reinigen muß; besonders
bei Polypropylen-Schneidbrettern sind Wasser und Bürste oft nicht
ausreichend. Es geht aber auch viel einfacher: Da der Farbstoff nicht lichtecht
ist, verblaßt er nach nur einer Stunde im direkten Sonnenlicht
gänzlich.


