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Indonesischer Zimt (Cinnamomum burmannii [Nees & T. Nees] Blume)

Synonyme

Cinnamomum burmannii: Padang-Zimtrinde
Padang-Zimtrinde
Cinnamomum burmannii: Zimtblüte
Blüte des indonesischen Zimtbaums

www.botany.hawaii.edu   © Gerald Carr

botCassia vera
Chinesisch
(Kantonesisch)
廣東桂 [gwóng dùng gwai], 假肉桂 [gá yuhk gwai], 山玉桂 [sāan yúk gwai], 土玉桂 [tóu yúk gwai], 野桂 [yéh gwai], 陰香 [yàm hèung]
Gwong dung gwai, Ga yuhk gwai, Saan yuk gwai, Tou yuk gwai, Yeh gwai, Yam heung
Chinesisch
(Mandarin)
廣東桂 [guǎng dōng guì], 假肉桂 [jiǎ ròu guì], 山玉桂 [shān yù guì], 土玉桂 [tǔ yù guì], 野桂 [yě guì], 陰香 [yīn xiāng], 阴香 [yīn xiāng]
Guang dong gui, Jia rou gui, Shan yu gui, Tu yu gui, Ye gui, Yin xiang, Yin xiang
DänischIndonesisk Kanel
DeutschPadang-Zimt
EnglischJava cassia, Fagot cassia, Padang cinnamon, Indonesian cinnamon
EsperantoIndonezia cinamomo
FinnischJaavankaneli
FranzösischCannelle de Padang
GalizischCanela de Xava
IndonesischKayu manis Padang, Ki amis
Japanischジャワニッケイ
Jawanikkei
Koreanisch쟈바 계피
Jyaba gyepi, Chyaba gyepi
LitauischBurmano cinamonas
MalaysischKayu manis Padang
NiederländischIndonesische kaneel
PolnischCynamonowiec burmański (Baum)
PortugiesischFalsa-canforeira
RumänischScorțișoară indonezianăScorţişoară indoneziană
SpanischCanela de Java
Thaiอบเชยชวา
Ob choy chwa, Suramarit
UngarischJávai kasszia, Indonéz fahéj
VietnamesischQuế rành, Quế trèn
Que ranh, Que tren

Verwendeter Pflanzenteil

Rinde junger Zweige.

Pflanzenfamilie

Lauraceae (Lorbeergewächse)

Geruch und Geschmack

Aromatisch, nur wenig herb und dem ceylonesischen Zimt sehr ähnlich, allerdings auch etwas dumpfer und weniger „hell“.

Inhaltsstoffe

Das ätherische Öl aus indonesischer Zimtrinde (1 bis 4%) besteht hauptsächlich aus Zimtaldehyd, enthält aber weder Eugenol noch Coumarin. Der Schleimgehalt liegt bei 8%.

Anders als beim echten ceylonesischen Zimt besteht auch das Blattöl überwiegend aus Zimtaldehyd. Die Wurzeln enthalten, wie beim ceylonesischen Zimt, Kampfer.

Herkunft

Die Pflanze hat malesische Verbreitung; sie wurde zuerst in der indonesischen Provinz Westsumatra (sumatra barat, der Region um die Stadt Padang) in Kultur genommen. Auch heute noch ist Sumatra das Hauptanbaugebiet.

Etymologie

In den meisten Sprachen gibt es keine unterschiedlichen Namen für verschiedene Zimtarten; wenn überhaupt, dann werden sie nur durch qualifizierende Adjektive unterschieden. Siehe srilankanischen Zimt über die Herkunft des Namens „Zimt“ und chinesischen Zimt über „Kassie“ bzw. „Cassia“.

Manche europäische Sprachen bilden ihre Namen für Zimt von lateinisch canella „Röhrchen“, (vgl. Kanüle), womit auf die Form der Zimtstangen angespielt wird. finnisch kaneli, französisch canelle, spanisch canela, niederländisch kaneel, gälisch caineal, lettisch kanēlis sowie bulgarisch und griechisch kanela [канела, κανέλα]. In diese Reihe gehört auch portugiesisch canforeira „Zimtbaum“ (wörtlich „Röhrchenträger“).

Ausgewählte Links

chemikalienlexikon.de: Zimtaldehyd Sorting Cinnamomum names (www.plantnames.unimelb.edu.au)


Cinnamomum burmannii: Indonesischer Zimtbaum
Indonesischer Zimtbaum mit Blüten; die heurigen, noch jungen Blätter sind rot gefärbt.
Indonesischer Zimt kommt den besten Handelssorten der von Ceylon-Zimt (Sri-Lanka-Zimt) schon recht nahe und wird tatsächlich oft als „Ceylon-Zimt“ (das den besseren Ruf und den höheren Preis hat) verkauft, vor allem im gemahlenen Zustand. Obwohl weitgehender Konsens besteht, daß Sri-Lanka-Zimt am besten schmeckt, werden die ceylonesische und die indonesische Art doch recht ähnlich beurteilt und gemeinsam weit über den chinesischen Zimt (Kassie, Cassia) gestellt; erstaunlicherweise ist Kassie aber in den USA die meistgehandelte Zimtsorte, obwohl viele US-Köche zum Backen auf Sri-Lanka-Zimt ausweichen. Kassia riecht gröber und dumpfer und fällt durch einen etwas bitter-adstringierenden Geschmack auf; außerdem enthält sie mehr Schleim. Der vietnamesische Zimt kann nicht leicht eingeschätzt werden; in Europa hat er zur Zeit einen schlechten Ruf.

Überraschenderweise wird indonesischer Zimt in seinem Herkunftsgebiet kaum zum Kochen verwendet. Es wird manchmal für Süßspeisen eingesetzt und einigen (indisch oder arabisch beeinflußten) Fleischspeisen in eher geringer Menge zugegeben, etwa rendang, einem berühmten Rindfleischgericht aus der Heimat des Zimtbaums; siehe dazu auch Galgant.

Ceylonesischer Zimt kommt in Form von schlanken und zerbrechlichen Rollen aus papierdünnen Rindenschichten (sog. quills) in den Handel. Die Farbe ist hell rötlich-braun.

Indonesischer Zimt ist dagegen wesentlich dicker (1 bis 3 mm) und daher auch weniger brüchig. Die Rollen sind äußerlich rotbraun, ähnlich wie bei der ceylonesischen Art, aber die Innenseite ist wesentlich dunkler grau-braun.

Chinesischer Zimt wird normalerweise nicht so sorgfältig geschält wie die vorigen beiden Arten; daher ist die Außenseite rauh, uneben und dunkelgrau. Ansatzstellen von Zweigen sind oft noch erkennbar. Obwohl die Rindenstücke sehr dick sind (3 mm bis 1 cm), sind sie sehr spröde; sie rollen sich nicht zu dünnen Stangen auf, sondern werden in kleinen Stücken mit unregelmäßiger Gestalt verkauft.

Vietnamesischer Zimt (Saigon-Zimt) schließlich sieht ähnlich wie die chinesische Art aus, aber die Stücke sind kleiner und dünner; auf der Außenseite sind oft die Spuren von Flechtenbewuchs erkennbar.



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Zuletzt modifiziert am 16 Apr 1998
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