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Schwarzer Cardamom (Amomum subulatum Roxb.)

Synonyme

Arabischهيل اسود
هَيل أَسْوَد
Hal aswad
BengaliBoro alach
Chinesisch
(Kantonesisch)
草果 [chóu gwó]
Chou gwo (Amomum tsao-ko)
Chinesisch
(Mandarin)
草果 [cǎo guǒ]
Cao guo, Tsao kuo (Amomum tsao-ko)
DänischSort Kardemomme
DeutschNepal-Cardamom, Brauner Cardamom
EstnischMust kardemon
EnglischBlack cardamom, Brown cardamom, Nepal cardamom, Greater Indian cardamom
FinnischMustakardemumma
FranzösischCardamome noir, Cardamome du Népal
GujaratiElchi
HindiKali elaichi, Badi elaichi, Bigillachi
ItalienischCardamomo nero
Japanisch草果
そうか
ソウカ
Sōka, Soka (Amomum tsao-ko)
Kannadaದೊಡ್ಡ ಐಲಕ್ಕಿ
Dodda ailakki
Koreanisch초과
Chogwa (Amomum tsao-ko)
LaotischKa van
LitauischYlalapis kardamonaitis
Marathiमसाल्याची वेलची, वेलदोडे
Masalyachi velchi, Veldode
Nepaliअलैंची
Alaichi
NiederländischZwarte kardemom
Punjabiਕਾਲੀ ਇਲੈਚੀ
Kali ilaichi
RussischКардамон чёрный, Кардамон черный
Kardamon chyornyj, Kardamon chernyj
SanskritUpakunchika, Brihatupakunchika
SlowakischAmóm
SpanischCardamomo negro
TschechischKardamomovník šípový
UngarischFekete kardamom
VietnamesischThảo quả
Thao qua
Amomum subulatum: Nepalesischer Cardamom (Kapseln)
Nepalesischer schwarzer Cardamom (Kapseln)
Amomum Tsao-ko: Chinesischer Cardamom (Kapseln)
Schwarzer Cardamom aus China; wahrscheinlich A. tsao-ko (chinesisch cao-guo [草果])

Verwendeter Pflanzenteil

Samen. Zumeist kauft man die großen (ca. 3 cm) braunen Kapseln als ganze.

Pflanzenfamilie

Zingiberaceae (Ingwergewächse).

Geruch und Geschmack

Schwarzer Cardamom hat ein frisches und würziges Aroma mit betont kampferartigen Geschmacknoten. Durch den Trockenprozeß über offenem Feuer nimmt die Gewürzware zusätzlich einen starken Räuchergeschmack an; siehe auch Mohrenpfeffer für ein anderes Gewürz mit Raucharoma.

Inhaltsstoffe

Die Samen enthalten bis zu 3% eines ätherischen Öls, das geruchlich vom 1,8-Cineol dominiert ist (min. 70%). Weiters wurden noch geringere und variable Mengen von Limonen, Terpinen, Terpineol, Terpinylacetat und Sabinen gefunden. (Phytochemistry, 9, 665, 1970)

Herkunft

Mehrere Arten der Gattung Amomum sind in den Gebirgen vom Himalaya bis nach Südchina verbreitet. Weiters gibt es noch afrikanische Arten der Gattung Aframomum (aus Madagaskar, Somalia und Kamerun; in diese Gattung gehören auch die scharfen Paradieskörner aus Westafrika), die einen ähnlichen Geschmack aufweisen und gelegentlich am westlichen Markt auftauchen.

A. subulatum stammt aus dem östlichen Himalaya und wird hauptsächlich in Nepal und Sikkim (einem kleinen indischen Unionsstaat zwischen Nepal und Bhutan) angebaut.

Etymologie

Über der Gattungsnamen Amomum und über Cardamom siehe grüner Cardamom. Der Artname subulatum leitet sich von lateinisch subula „Ahle“ her und bezieht sich wohl auf die spitzen, ahlenförmigen Blätter.

Ausgewählte Links

Chinese Herb Database: Villous Amomom Fruit New Black Cardamom Drying Technique (teri.res.in) Sorting Amomum names (www.plantnames.unimelb.edu.au) Black Cardamom Product Information (spizes.com) INDU-Versand


Amomum subulatum: Schwarzer Cardamom
Schwarzer Cardamom, Pflanzen am Naturstandort
Amomum subulatum: Frische Früchte
Die Samenkapseln entwickeln sich in Gruppen nahe der Erdoberfläche
Schwarzer Cardamom wird in den meisten Büchern als minderwertiger Ersatz für grünen Cardamom bezeichnet, aber das stimmt einfach nicht. In Indien hat schwarzer Cardamom seinen eigenen Anwendungsbereich, und obwohl grüner und schwarzer Cardamom manchmal einander ersetzen können, zieht man die schwarze Art für würzige und deftige Speisen, besonders bei Gemüse, vor, während der grüne Cardamom in der kaiserlichen (mogulischen) Kochkunst mit ihren raffinierten und subtilen Mischungen von Düften besonders geschätzt wird.

Schwarzer Cardamom wird in relativ großzügigen Mengen von bis zu einigen wenigen Kapseln pro Portion eingesetzt. Sein rauchiger Geruch ist dabei in der fertigen Speise nicht mehr wahrzunehmen, doch verbessert und verstärkt er den Geschmack der anderen Zutaten, ohne selbst zu dominieren. Es empfiehlt sich, die Kapseln vor Gebrauch etwas zu zerstoßen, aber nicht so stark, daß die Samen freigesetzt werden. Sie können vor dem Servieren entfernt werden (ich tue es allerdings nicht); warnen Sie andernfalls Ihre Gäste vor dunklen, holzigen und, hmm, stark schmeckenden Objekten in der Sauce.

Schwarzer Cardamom gehört zu den Gewürzen, die erst bei längerem Stehen ihren vollen Geschmack entfalten. Ähnlich verhalten sich auch andere ungemahlene Gewürze, etwa grüner Cardamom, Zimt und Nelken (siehe auch Zwiebel). Da die nordindische Küche diese Gewürze fast immer ungemahlen verwendet, ist es oft von Vorteil, nordindische Schmorgerichte (kormas) einige Stunden oder auch einen Tag im voraus zu kochen.

Es gibt etliche verschiedene Arten von schwarzem Cardamom, deren Kapselgrößen zwischen 2 cm (A. subulatum, Nepal bis Nordvietnam) und mehr als 5 cm (A. tsao-ko, China) schwanken, aber die Unterschiede im Geschmack sind nicht groß. Allerdings ist nur der nepalische Cardamom geräuchert. Außer in Nordindien und Nepal sind die schwarzen Cardamomen nicht sehr bekannt, doch haben sie einige Bedeutung in Zentral- und Südchina. Beispielsweise treten die gemahlenen Samen als optionaler Bestandteil des Fünf-Gewürze-Pulvers auf (siehe Sternanis).

In der bergigen Sichuan-Provinz Zentralchinas verwendet man schwarzen Cardamom oft für langsam geschmorte Fleischspeisen, zusammen mit anderen getrockneten Gewürzen. Schmortöpfe, besonders mit Rindfleisch, sind eine typische Spezialität Sichuans (siehe Szechuanpfeffer für ein Beispiel); in anderen chinesischen Regionalküchen findet man sie dagegen seltener. Die Bezeichnung xiang liao [香料] „aromatische Körner“ steht für solche Mischungen verschiedener getrockneter Gewürze, die je nach Rezept verschieden zusammengesetzt sind. Ein typisches xiang liao besteht aus chinesischem Zimt, Szechuanpfeffer, schwarzem Cardamom, Sternanis und kleinem Galgant; weniger häufig kommen noch großer Galgant, Gewürznelken, Muskatnuß und Süßholz dazu. Siehe auch chinesischer Zimt über eine andere chinesische Kochtechnik, bei der getrocknete Gewürze zum Einsatz kommen, nämlich die master sauce.



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Zuletzt modifiziert am 20 Feb 2005
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