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| Blühende Paradieskörnerpflanze |
Seit dem Mittelalter hat die Bedeutung der Paradieskörner stetig
abgenommen, und heute kennt man sie außer in den Herkunftsländern
nur noch in Nordafrika, wo sie z.B. als Bestandteil marokkanischer
Gewürzmischungen auftreten können (siehe Kubebenpfeffer). Siehe auch Mohrenpfeffer für eine zusammenfassende
Diskussion scharfer Gewürze.
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| Blühende Paradieskörnerpflanze |
Außer in der marokkanischen Küche spielen Paradieskörner auch im benachbarten Tunesien eine Rolle. Tunesische Eintopfgerichte würzt man oft mit einer aromatischen Gewürzmischung namens gâlat dagga, die außer Paradieskörnern noch schwarzen Pfeffer und die süßen Gewürze Gewürznelken, Muskat und Zimt enthalten. Der Charakter dieser Mischung– gleichzeitig pfefferscharf und hocharomatisch – ist typisch arabisch.
In westlichen Ländern sind Paradieskörner oft schwer zu bekommen;
man braucht sie für alte Rezepte, und sie tauchen gelegentlich in
kommerziellen Mischungen für Würste oder Glühwein auf. Sie
können jedoch auch viele alltägliche Gerichte verfeinern. Die
Schärfe ist nicht so stark wie beim Pfeffer und verträgt sich
besonders gut mit Gemüse (Kartoffeln, Kürbis und Auberginen) oder
Fisch. Paradieskörner sind erst vor der Verwendung zu mahlen; man sollte
sie nicht mitkochen. Obwohl sie beim Kosten ziemlich scharf schmecken,
muß man sie beim Kochen großzügig dosieren.


